Die Absage der Bundesligabegegnung zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem FCR 2001 Duisburg erscheint angesichts der Wetterverhältnisse und anderer Spielausfälle auf den ersten Blick als nicht ungewöhnlich. Doch eine Platzbegehung hatte die Bespielbarkeit des Platzes ergeben. Beim 1. FFC Turbine Potsdam zeigt man sich stinksauer auf den Stadionbesitzer, den SV Babelsberg 03, der die Platzsperre ohne Rücksprache über die Köpfe der Turbinen-Verantwortlichen hinweg verfügt habe. Uns erreichte hierzu folgende außergewöhnlich deutlich formulierte Pressemitteilung des 1. FFC Turbine Potsdam:
Spielabsage Turbine Potsdam – FCR Duisburg
Der am gestrigen Nachtmittag durchgeführten Platzbegehung im Potsdamer
„Karl-Liebknecht-Stadion“, die eine Austragung des für den morgigen
Sonntag angesetzten Bundesliga-Spiels zwischen dem 1. FFC Turbine
Potsdam und dem FCR Duisburg ergeben hatte, folgte am heutigen Morgen
die Sperrung des Stadions durch den Stadioneigentümer. Damit ist die
Austragung der Begegnung nicht möglich, das Spiel der “Turbinen” gegen
den FCR fällt aus.
Nachdem die Platzkommission am Freitagnachmittag die Bespielbarkeit
des Stadions festgelegt hatte, übermittelte Klaus Brüggemann,
Geschäftsführer von Stadioneigentümer SV Babelsberg 03, am heutigen
Samstagmorgen per Email die Nachricht, dass das
„Karl-Liebknecht-Stadion“ gesperrt sei. Demzufolge ist die Austragung
des Bundesliga-Punktspiels zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem
FCR Duisburg am morgigen Sonntagnachmittag nicht möglich.
„Uns wurde ohne vorherige Kommunikation am heutigen Morgen eine Email
durch Herrn Brüggemann zugestellt, in der er uns die Sperrung des
Stadions mitteilte“, so Turbine-Geschäftsführer Mathias Morack. „Die
Art und Weise der Kommunikation und auch der Entscheidungsfindung
zeigt den tatsächlichen Umgang des SVB gegenüber unserem Verein. Dies
ist für uns nicht nachvollziehbar. Es gab am gestrigen Nachmittag eine
Platzbegehung mit allen Beteiligten, auch Vertretern des SV Babelsberg
03, in der die Durchführung des Spiels festgelegt wurde. Wir haben uns
auf die Austragung des Bundesliga-Spiels eingerichtet, die
Vorbereitungen liefen bereits auf Hochtouren. So ist unter anderem das
Schiedsrichter-Team aufgrund der für Sonntag 7:30 Uhr noch einmal
angesetzten erneuten Platzbegehung bereits extra frühzeitig nach
Potsdam angereist.“
Turbine-Cheftrainer Bernd Schröder erklärt angesichts der Vorgänge am heutigen Samstag: „Die Art und Weise, wie ein Angestellter eines Vereins wie Herr Brüggemann mit einer kollektiven Entscheidung mehrerer Fachleute umgeht, zeigt die Kopflastigkeit eines Traditionsvereins wie des SV Babelsberg 03 und den hohen Grad an praktizierter Ignoranz eines Mannes, dem ich jeglichen Gedanken eines gemeinschaftlichen und sachlichen Miteinanders abspreche.“
Wann die Begegnung der „Turbinen“ gegen den FCR Duisburg nachgeholt
wird, steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht fest.






