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Mrz 03 2013

DFB-Pokalhalbfinale: Turbine Potsdam zweiter Pokalfinalist

Die Besetzung des Pokalfinales (19. Mai 2013 in Köln) steht fest. Nach dem gestrigen Sieg des VfL Wolfsburg in Freiburg setzte sich auch heute mit Turbine Potsdam im zweiten Halbfinale der Favorit durch. Damit werden die aktuell in der Tabelle der Bundesliga führenden Mannschaften auch den Pokaltitel unter sich ausmachen.

Doch der Sieg war für die Turbinen aus Potsdam mit einem harten Stück Arbeit verbunden. Der Pokaltitelverteidiger FC Bayern München spielte stark, hatte lange Zeit sogar mehr vom Spiel. Nachdem Potsdam durch Lisa Evans in der 51. Minute  in Führung gehen konnte, drückten die Münchnerinnen aufs Tempo und kamen durch Sarah Hagen in der 81. Minute zum verdienten Ausgleich. In der Verlängerung war es dann Yuki Ogimi, die durch einen souverän verwandelten Elfmeter (Foul an Lisa Evans) Potsdam erneut in Führung bringen konnte. Glück hatten die Turbinen, als Ivana Rudelic nur eine Minute später nur den Pfosten des Turbine-Tors traf. Lisa Evans erlöste dann ihr Team mit dem 3:1 kurz vor Schluss, das 4:1 durch die erst 16-jährige Pauline Bremer fiel dann noch in den letzten Sekunden der Nachspielzeit.

 

Trainerstimmen

Bernd Schröder (Turbine Potsdam): “Das Spiel hätte heute auch andersrum ausgehen können. Dieses 4:1 ist einfach zu hoch, denn die Teams sind sich heute auf Augenhöhe begegnet. Es war ein hochintensives Spiel mit Dramatik, Anstand und Respekt voreinander, wie es der Frauenfussball selten bringt. Beide Mannschaften sind bis an ihre Grenzen und ich bedanke mich beim FC Bayern für dieses tolle Spiel. Normalerweise hebe ich keine Spielerinnen heraus, aber heute möchte ich Pauline Bremer herausheben. Sie weiß mit ihren 16 Jahren bereits wo es lang geht; sie hat Charakter, Schnelligkeit und Timing. Wir müssen jetzt nur sehen, dass sie auf dem Boden bleibt.”

 

Thomas Wörle (Bayern München): “Es war ein extrem hartes und intensiv geführtes Fussballspiel mit viel Tempo und Toren. Leider mussten wir am Ende feststellen, dass es für uns nicht ganz gereicht hat. Wir haben heute zum ersten Mal überhaupt in Potsdam geschafft, eine Leistung auf Augenhöhe abzurufen. Wir haben Potsdam so angefasst und gefordert, wie es keine andere Mannschaft macht. (…) Am Ende haben zwei bis drei Kleinigkeiten gefehlt und natürlich war auch die individuelle Qualität Potsdams mitentscheidend. Ich habe wahrscheinlich heute das stärkste Spiel meiner Mannschaft gesehen, seitdem ich hier Trainer bin.”

 

 

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Turbine Potsdam: Naeher, Cramer, Draws, Singer, Göransson (75. Kemme), Ogimi, Mjelde, Bremer, Ada Hegerberg (58. Hanebeck), Evans, Anonma (120. Andrine Hegerberg)

Bayern München: Längert, Feiersinger, Wenninger, Cross, Brooks, Schnaderbeck (112. Bachor), Romert, Schöne (67. Baunach), Lotzen, Hagen, Bürki (72. Rudelic)

Tore:

1:0 Evas (51.)

1:1 Hagen (81.)

2:1 Ogimi (101. FE)

3:1 Evans (118.)

4:1 Bremer (120.)

Schiedrichterin: Marina Wozniak (Herne)

Verwarnungen: Anonma, Ogimi / Feiersinger, Wenninger

Zuschauer: 2260