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Apr 01 2013

1.Bundesliga, 17. Spieltag: Neuenahr erfüllt die Pflicht gegen den Aufsteiger

SC 07 Bad Neuenahr – FSV Gütersloh 1:0 (0:0)

 

Text: Sandra Kunschke

 

Ostersonntag, Apollinarisstadion, es schneit vor sich hin – mal mehr, mal weniger. Zuschauer waren Mangelware. Ob es am Wetter, am Feiertag oder an der Erinnerung an das Potsdam-Spiel lag, bleibt ungeklärt. Eine ordentliche Leistung reichte dem SC 07 Bad Neuenahr schließlich, um drei Punkte einzufahren. Matchwinner war Sarah Gregorius, die in der 67. Minute zum 1:0 traf.

 

Der Jubel beim SC 07 war groß nach dem Siegtreffer der neuseeländischen Nationalspielerinn Sarah Gregorius in der 67. Minute

Der Jubel beim SC 07 war groß nach dem Siegtreffer der neuseeländischen Nationalspielerinn Sarah Gregorius in der 67. Minute (Foto: Sandra Kunschke)

Marion Gröbner, Celia Okoyino da Mbabi, Mirte RoelvinkVor Beginn der Partie musste Gästecoach Markus Graskamp die Startaufstellung noch einmal ändern. Stammtorfrau Tessa Rinkes hatte sich beim Warmmachen den Rücken „verknackst“, vermutet wird eine Wirbelblockade. Für sie rückte kurzfristig Laura Giuliani nach. „Das hat aber unserem Spiel nicht geschadet, denn Laura hat ihre Sache gut gemacht“, meinte Graskamp nach dem Spiel.

Mit dem Anpfiff hatte Bad Neuenahrs Celia Okoyino da Mbabi die erste Gelegenheit. Ersatztorfrau Giuliani kommt schön raus, verkürzt den Winkel und pariert schließlich den Schuss von Okoyino da Mbabi. Festzuhalten bleibt, dass die Kurstädterinnen deutlich besser drauf sind als beim letzten Heimspiel gegen Potsdam. Gütersloh versucht mitzuspielen, kommt aber nicht entscheidend vor das Gehäuse von Almuth Schult. Dann gehts schnell: Leonie Maier setzte sich auf der linken Seite durch, flankte in die Mitte und Güterslohs Abwehrspezialistin Mirte Roelvink traf bei ihrem Leonie Maier, Marion GröbnerKlärungsversuch fast ins eigene Tor. Auch über rechts kam der SC 07 zum Zug. Sarah Gregorius zog über rechts in den Strafraum, ihr Torschuss ging jedoch übers Tor. Die Gäste sorgten zwar für Entlastung, brachten aber keinen Spielzug gefährlich zuende. Auf der Gegenseite schickte Anja Selensky Leonie Maier, die eine schöne Flanke auf Celia Okoyino da Mbabi schlug. Da Mbabi konnte sich nicht gegen Nina Claassen durchsetzen holte aber immer noch eine Ecke raus. Fahrlässig ist wohl das Wort, das die nächste Szene am besten trifft. Laura Giuliani ließ sich etwas zu lange Zeit den Ball wieder ins Feld zu schlagen, Anja Selensky stürmte auf sie zu und Giuliani schoss Selensky an. Ein Glück, dass der Ball am Tor vorbei ging. Das hätte auch anders ausgehen können. Aber so ging es mit dem 0:0 in die Pause.

Nach Wiederanpfiff kamen die Mädels von der Ahr besser in Fahrt. Nach einem Freistoß gelangte Okoyino da Mbabi an das Leder, traf jedoch nur an die Unterlatte. Marina Hermes konnte den Ball danach aus dem Gefahrenbereich schlagen. Wieder der SC 07, Aylin Yaren zieht ab, Giuliani konnte den Ball nicht fest halten. Okoyino da Mbabi schaltete schnell geht hinterher und semmelt das Spielgerät übers gegnerische Gehäuse. Dann entschied die Unparteiische auf Freistoß kurz an der Strafraumgrenze. Peggy Kuznik hebt den Ball in die Mauer der Gegnerinnen, eine SC 07 Spielerinn steht genau richtig und verlängert per Kopf hinter die Abwehr, genau vor die Füße von Sarah Gregorius, die zum 1:0 einnetzte. Gütersloh wollte in dieser Spielszene eine Abseitsposition gesehen haben, das ich aus meiner Sicht nicht bestätigen noch verneinen kann. Man kann sagen, dass dies die verdiente Führung für die Gastgeberinnen war. Gütersloh kämpfte sich ins Spiel zurück, musste aber den nächsten Dämpfer hinnehmen. Franziska Bröckl sah nach einem Foul an Celia Okoyino da Mbabi die Gelb-Rote Karte. Dennoch machte der FSV in den Schlussminuten noch mal richtig Dampf und kam durch Anne van Bonn zur größten Chance, ohne zählbaren Erfolg.Sarah Gregorius

Für den FSV Gütersloh war es heute nichts mit der „Mission Punkte holen“ wie es auf der Homepage heißt. Der SC 07 Bad Neuenahr hat nun 20 Punkte auf dem Konto und steht auf Platz 6 der Tabelle.

 

Stimmen zum Spiel:

Sarah Gregorius über ihren Siegtreffer: „Ich hatte ein bisschen Glück das der Ball hinter die Mauer kam und ich bin sehr, sehr glücklich.“

Markus Graskamp: „Glückwunsch an Bad Neuenahr, die durch die Mehrzahl der Chancen den Sieg verdient haben. Ich weiß nicht ob der Siegtreffer aus Abseitsposition gefallen ist. Wenn es aber so war, dann ist das doppelt bitter für uns.“

Colin Bell: „Es war mit der wichtigste Sieg in der Saison, wichtig war auch das Erreichen der 20 Punkte Marke. Es war zwar eine eher mäßige Partie, aber die Punkte bleiben hier und nur das zählt. Gütersloh hat sich als der erwartet schwerer Gegner erwiesen. Was mich ärgert ist die Tatsache, dass wir auch in Überzahl keinen richtigen Zugriff auf das Spiel bekommen haben.“

 

SC 07 Bad Neuenahr:

Schult, Störzel, Bade, Okoyino da Mbabi, Rolser, Pyko, Gregorius (81. Kete), Maier, Kuznik, Yaren, Selensky

 

FSV Gütersloh 2009:

Giuliani, Roelvink, Bröckl, Claassen, Keller, van Bonn, Lückel (75. Aradini),

Hermes, Pollmann, Gröbner, Schmücker (75. Wallenhorst)

 

Tore:

1:0 Gregorius (67.)

 

Gelbe Karten:

Selensky, Maier – van Bonn

 

Besondere Vorkommnisse:

Gelb-Rot für Bröckl (wiederholtes Foulspiel)

 

Schiedsrichter:

Nathalie Eisenhardt (Holzgerlingen), es assistierten Christina Biehl und Daniela Schmaderer

 

Zuschauer:

263

 

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