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Mai 16 2013

2. Bundesliga Nord, 21. Spieltag: Remis im letzten Heimspiel der Lok-Frauen

1. FC Lokomotive Leipzig – SV Werder Bremen 3:3 (1:1)

Bericht und Bilder: Dietmar Haß

Nachdem am Himmelfahrtstag der 1. FC Lokomotive Leipzig in einem Nachholspiel den SV Meppen mit 4:2 besiegte, traf das Team von Dr. Hendrik Rudolph am letzten Sonntag auf den SV Werder Bremen, gegen den es in der Hinrunde eine unglückliche Niederlage gab. Die Geschichte schien sich zu wiederholen, doch mit ihrem zweiten Treffer an diesem Tag sicherte Christin Janitzki in der Nachspielzeit noch einen Punkt.

Nach dem Treffer von Christin Janitzki zum 3:3 war der Jubel bei den Leipziger Spielerinnen groß. Es blieb bei diesem Spielstand und der für Werder Bremen eher glücklichen Punkteteilung

Nach dem Treffer von Christin Janitzki zum 3:3 war der Jubel bei den Leipziger Spielerinnen groß. Es blieb bei diesem Spielstand und der für Werder Bremen eher glücklichen Punkteteilung

 

dh-tor-königDie Gastgeberinnen wollten sich in ihrem letzten Heimspiel mit einem Sieg von den Fans verabschieden. Es waren noch keine zwei Minuten gespielt, da hätten die Leipzigerinnen in Führung gehen können, als ein Schuss von Anne Heller ans Quergebälk des Bremer Gehäuses ging und Marie-Luise Herrmann den Nachschuss übers Tor setzte. Der 1. FC Lok hatte auch in der Folgezeit mehr von der Partie, während die Gäste von der Weser nicht so richtig zu ihrem Spiel fanden. Wenn sie jedoch vor dem Tor der Blau-Gelben auftauchten, wurde es gefährlich. Gleich die erste Chance in der 11. Minute konnten die Bremerinnen durch Cindy König nutzen. Angelina Lübcke hatte kurz darauf gleich zweimal die Gelegenheit zum Ausgleich, scheiterte aber zunächst an Werders Torfrau Jennifer Martens (14.) und traf wenig später das Außennetz (16.). Die nächste Möglichkeit hatte Sarah Gäbler, deren Versuch von Jennifer Martens mit der Faust abgewehrt wurde (18.). In der 25. Minute mal eine Chance für Werder nach einem Fernschuss von Daniela Schacher, der an die Latte ging. Auch in der 29. Minute landete der Ball nach einem Freistoß von Daniela Schacher am Querbalken des Leipziger Tores. Davor hatte auf der Gegenseite Christin Janitzki nach einem Freistoß von Anna Green den Ball mit dem Kopf nur knapp verpasst. Nach dem gleichen Muster klappte es schließlich in der 38. Minute. Diesmal förderte Christin Janitzki nach einem Freistoß von Anna Green per Kopf den Ball quer vor das Tor zu Angelina Lübcke, die mit ihrem Kopfball keine Mühe hatte den verdienten Ausgleich zu erzielen, der bis zum Halbzeitpfiff bestand hatte

 

dh-christin-janitzki_manjou-wilde_lisa-reichenbachIn der Pause wurde auf beiden Seiten je einmal gewechselt. Während bei Werder Jessica Golebiewski für die Torschützin Cindy König zum Einsatz kam, spielte beim 1. FC Lok nun Gabriella Toth für Sarah Gäbler. Wie schon in der ersten Hälfte hatten die Gastgeberinnen auch im zweiten Spielabschnitt die erste Chance, Jennifer Martens parierte jedoch den Schuss von Christina Nauesse (52.), die ein paar Minuten später im Strafraum zu Fall kam. Schiedsrichterin Doris Kausch hatte aber kein Foulspiel gesehen und ließ weiterspielen (56.). Zwei Minuten später lag Christina Nauesse wieder im Bremer Strafraum, wieder blieb der Elfmeterpfiff aus. Diesmal wohl aber zurecht.

 

 

dh-liva-zunkerIn der 63. Minute machte sich Werder zum ersten Mal in der zweiten Hälfte richtig vor dem gegnerischen Tor bemerkbar und das erfolgreich. Nach einer Ecke von Daniela Schacher konnte Leipzigs Defensive den Ball nicht weit genug klären und Liva Zunker traf zum 1:2. Die Leipzigerinnen zeigten sich aber nicht geschockt und kamen in der 75. Minute zum erneuten Ausgleich. Diesmal konnten die Bremerinnen den Ball nach einer Ecke nicht konsequent genug klären und nach einer Hereingabe von Anne Heller war es schließlich Christin Janitzki, die aus dem Gewühl heraus zum 2:2 traf. Sophie Görner hatte zehn Minuten vor dem Abpfiff die Führung für die Leipzigerinnen auf dem Fuß, doch der Ball verfehlte knapp das Tor. Es waren dann die Gäste, die nach einem ihrer sporadischen Angriffe in der 89. Minute wieder in Führung gingen. Stephanie Goddard hatte unter Bedrängnis den Ball an Torhüterin Sandra Schumann vorbei ins Tor spielen können. Anders als in der Hinrunde sollte dieses späte Tor aber nicht zu einem Dreier für die Grün-Weißen reichen, denn in der Nachspielzeit konnte Christin Janitzki nach einer Flanke von Gabriella Toth mit dem Kopf den Ausgleich erzielen.

 

Werder kann mit dem Punkt zufrieden sein, auch wenn das späte Gegentor aus Bremer Sicht sicher ärgerlich war. Die Leipzigerinnen müssen mit dem Punkt zufrieden sein, obwohl angesichts der Spielanteile und der Mehrzahl an Chancen mehr drin war.

dh-daniela-schacher_marie-luise-herrmanndh-lisa-marie-scholz_sarah-gäblerdh-stephanie-goddarddh-dank-an-lok-fans

 

 

 

 

 

 

 

 

1. FC Lokomotive Leipzig:

Schumann – Janitzki, Schneider, Green – Görner, Heller, Reichenbach, Gäbler (46. Toth), Herrmann – Nauesse (83. Szuh), Lübcke

 

SV Werder Bremen:

Martens – Zunker, Scholz, Danner, Moelter – Schröder (80. Eckermann), Schacher – Mirbach, König (46. Golebiewski), Wilde – Goddard

 

Tore:

0:1 König (11.)

1:1 Lübcke (38.)

1:2 Zunker (63.)

2:2 Janitzki (75.)

2:3 Goddard (89.)

3:3 Janitzki (90.+1)

 

Gelbe Karten:

- / Danner, Schröder, Moelter

 

Schiedsrichterin:

Doris Kausch (Essensbach) mit Franziska Wildfeuer und Magdalena Noderer

 

Zuschauer:

166