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Mai 23 2013

Wolfsburg im Finale der Champions League stark ersatzgeschwächt

ts-josephine-henningHeute Abend um 20.30 Uhr (Eurosport sendet ab 20.15 live) trifft der VfL Wolfsburg im Finale der Champions League in London auf den Titelverteidiger Olympique Lyonnais. Der französiche Meister geht als haushoher Favorit in die Partie, ist die Elf von Trainer Patrice Lair doch seit Mai 2010 in der Champions League ungeschlagen. Im Finale 2011 setzte sich Olympique gegen den 1. FFC Turbine Potsdam durch, im Finale 2012 gegen den 1. FFC Frankfurt. Folgt nun der dritte Finalsieg gegen ein deutsches Team in Folge?

Es sieht jedenfalls nicht gut aus für den VfL Wolfsburg, denn neben der gelbgesperrten Viola Odebrecht muss der Verein auch die an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankte Verena Faißt ersetzen. Aber auch andere Spielerinnen sind angeschlagen: Zsanett Jakabfi kam nach ihrer Bänderverletzung im DFB-Pokale am Sonntag estmals nach ihrer Verletzungspause für 21 Minuten wieder zum Einsatz und kann zumindest noch nicht wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte sein. Alexandra Popp konnte in Folge eines Außenbandrisses am Sonntag noch gar nicht spielen, ihr Einsatz gegen Lyon ist immer noch fraglich. Wie jetzt bekannt wurde, laboriert auch Innenverteidigerin Josephine Henning an einer Verletzung, ob es für sie für einen Einsatz reichen wird, ist noch offen. Einen Fehler leistete sich zudem das Management des VfL: man versäumte, die Anfang der Saison noch am Kreuzband verletzte Maren Tetzlaff für die Champions League zu nominieren. Die inzwischen wieder genesene Tetzlaff machte am Sonntag ein starkes Spiel im DFB-Pokal – ist jetzt aber für die Champions League nicht einsatzberechtigt.

Solche Sorgen hat Olympique Lyonnais nicht. Das Team ist fast vollständig, einzig Ergänzungsspielerin Laëtitia Tonazzi fehlt verletzungsbedingt.

“Wir verspüren keinen Druck”, heißt es von Wolfsburger Seite. Nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft und dem Sieg im DFB-Pokal hat der VfL Wolfsburg genug erreicht, um die Saison als sehr erfolgreich feiern zu können. Doch Trainer Ralf Kellermann verspricht ein mutiges Spiel seiner Mannschaft, die wohl auch gar nicht anders spielen kann, als offensiv nach vorne.