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Mai 30 2013

2. Bundesliga Nord, 22. Spieltag: Für die Holstein Women reicht es nicht

Werder Bremen – Holstein Kiel 4:2 (2:0)

Bericht und Bilder: Dietmar Haß

Am letzten Spieltag mussten die Holstein Women bei Werder Bremen antreten. Für die Kielerinnen ging es in dieser Partie darum, den direkten Abstieg zu vermeiden und noch den Relegationsplatz zu erreichen. Mit einem Punktgewinn an der Weser bei einer gleichzeitigen Niederlage von BW Hohen Neuendorf mit zwei Toren Unterschied beim 1.FFC Turbine Potsdam II hätte Holstein Kiel dieses Ziel erreicht.

Nach Spielende sind Kiels Spielerinnen natürlich enttäuscht. Werders Daniela Schacher versucht Louisa Nöhr etwas Trost zu spenden

Nach Spielende sind Kiels Spielerinnen natürlich enttäuscht. Werders Daniela Schacher versucht Louisa Nöhr etwas Trost zu spenden

 

dh-jana-leugersKiels Trainer Christian Fischer glaubte an sein Team und gar an einen Sieg in Bremen. „Wir werden gewinnen“, zitierte ihn die Homepage von Holstein Kiel im Vorbericht zu diesem Spiel und diese Einstellung hatte er auch auf seine Spielerinnen übertragen können, die durchaus selbstbewusst auftraten. Nach fünf Minuten hatten die Gäste ihre erste Chance, als zunächst ein Schuss von Jana Leugers nicht richtig geklärt werden kann und Joy Grube die im Bremer Tor stehende Maria Doll anschießt. In der 17. Minute erkämpfte sich Jana Leugers den Ball, der Abschluss kam aber direkt auf Maria Doll.

 

Werder hatte kämpferische Kielerinnen erwartet, die den Bremerinnen das Spiel auch schwer machten. Eigene Fehler im Spielaufbau machten die Sache in der ersten Halbzeit auch nicht leichter. Trotzdem konnten sich die Grün-Weißen die eine oder andere gute Chance erarbeiten. Bereits in der 3. Minute hatte Cindy König nach einer Flanke von Manjou Wilde per Seitfallzieher das Tor knapp verfehlt. In der 9. Minute war es erneut Cindy König, die nach einem Doppelpass mit Stephanie Goddard nur das Außennetz traf. Manjou Wilde versuchte es in der 17. Minute aus der Distanz, schoss aber übers Tor. In der 28. Minute lag dann der Ball im Kieler Netz. Von Meggie Schröder im Strafraum angespielt hatte Stephanie Goddard aus der Drehung getroffen. In der Folgezeit des ersten Durchgangs hatte Werder zwar mehr Ballbesitz. Doch insgesamt lief das Spiel zwischen den beiden Strafräumen hin und her ohne große Torchancen, bis fast mit dem Halbzeitpfiff das 2:0 fiel. Wieder war Stephanie Goddard die Torschützin, die in diesem Fall ein Zuspiel von Manjou Wilde verwertete.

 

dh-zweites-tor-goddardDie Anfangsphase der zweiten Halbzeit gehörte eindeutig Werder. Die noch vor der Halbzeitpause eingewechselte Maike Timmermann hätte in der 48. Minute für die Entscheidung sorgen können, beförderte aber den Ball aus kurzer Distanz übers Tor. Drei Minuten später traf Timmermann den Pfosten des Kieler Gehäuses. Den Abpraller konnte aber Meggie Schröder im Tor unterbringen. Mit dem 3:0 war die Partie aber noch nicht entschieden. Die Störchinnen kämpften und hatten in der 67. Minute nach einem Freistoß von Julia Kibbel eine gute Chance, doch Jana Leugers verfehlte das Tor knapp. Eine Minute später konnte eine Flanke von Emine Ibrahimi nicht verhindert werden. Der Ball kam zu Julia Kibbel, die direkt zu Joy Grube spielte, deren Schuss sich über Maria Doll zum 3:1 ins Tor senkte. Die Partie wurde wieder spannend und blieb es bis kurz vor Schluss. In der 88. Minute brachte dann aber Stephanie Hofmann im Strafraum Stephanie Goddard zu Fall und ohne zu zögern pfiff Schiedsrichterin Lena Dittmann Elfmeter für Werder. Etwas überraschend schritt Werders Torfrau Maria Doll zum Punkt, verwandelte den Strafstoß jedoch sicher. In der Nachspielzeit konnten die Kielerinnen dann noch durch Emine Ibrahimi auf 4:2 verkürzen (90. +1). Das Spiel war aber noch nicht vorbei. Kurz vor dem Schlusspfiff gab es noch einem indirekten Freistoß für die Holstein Women. Der Ball landete auch im Tor. Jedoch hatte Louisa Nöhr direkt verwandelt, weshalb der Treffer nicht zählte.

 

Mit der Niederlage in Bremen müssen die Kielerinnen nach einem Jahr wieder den Gang in die Regionalliga antreten, dürften aber dort im Kampf um den Aufstieg zu den Favoriten gehören. Für Werder endete hingegen die Saison wie schon in den letzten beiden Jahren auf dem fünften Platz. Die Bremerinnen erzielten dabei aber mit 42 Punkten die beste Ausbeute seit dem Aufstieg in die Zweite Liga.

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Werder Bremen:

Doll – Schacher, Scholz, Danner, Moelter (67. Eckermann) – Wilde, Schröder – Golebiewski, König (43. Timmermann), Mirbach (79. Ulbrich) – Goddard

Holstein Kiel:

Bendt – Krohn, Becker, Bahr (53. Nöhr), Hofmann – Walczak, Begunk, Brandenburg (67. Ibrahimi), Auerochs (53. Kibbel) – Grube, Leugers

Tore:

1:0 Goddard (28.)

2:0 Goddard (45.)

3:0 Schröder (51.)

3:1 Grube (68.)

4:1 Doll (88., Foulelfmeter)

4:2 Ibrahimi (90.+1)

Gelbe Karten:

Danner, Timmermann / Grube

Schiedsrichterin:

Lena Dittmann (Stadthagen) mit Christin Gomes da Silva und Anke Hölscher

Zuschauer:

178