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Mai 27 2012

Olympia als “i”-Tüpfelchen

Interview mit Marina Wozniak, über ihre Nominierung als FIFA-Assistentin für die Olympischen Spiele 2012

Text von David Hennig, Bilder von Katrin Müller

Die westfälische FIFA-Assistentin Marina Wozniak ist von der FIFA für die Olympischen Spiele 2012 in London nominiert worden. Die 32-jährige wird an der Seite von Bibiana Steinhaus (Hannover) beim olympischen Frauenfußball-Turnier – 25. Juli bis 9. August 2012 – zum Einsatz kommen. David Hennig hat sich mit der Olympia-Fahrerin unterhalten.

 

Marina, zu den Olympischen Spielen fährt man nicht alle Tage. Was sagst Du zu Deiner Nominierung?

Marina Wozniak: Ich bin positiv überrascht und sehr, sehr glücklich über die Nominierung. Ein bisschen darauf gehofft habe ich schon, aber dass es nun so gekommen ist, ist natürlich ein Traum. Mit Olympia habe ich fast alles geschafft, was ich als Schiedsrichter-Assistentin erreichen kann. Das heißt aber nicht, dass ich danach aufhören will. (lacht)

 

Was hat die Nachricht über Deine Olympia-Teilnahme in Deinem Umfeld ausgelöst? Klingelte Dein Handy pausenlos?

Marina Wozniak: Nein. Aber Gratulanten gab es natürlich. Freunde und Schiedsrichter-Kolleginnen und –Kollegen haben angerufen und sich mit mir gefreut. Ein paar Presseanfragen habe ich auch beantwortet.

 

Jetzt fährt das erfolgreiche WM-Team im Juli nach London. Was bedeutet diese erneute Nominierung für ein großes Turnier für das Team Steinhaus – Wozniak – Rafalski?

Marina Wozniak: Das bedeutet, dass wir im letzten Jahr bei der WM als Team ein hervorragendes Turnier abgeliefert haben, das wir mit der positiven Spielleitung des Finales abgerundet haben. Olympia ist nun das „i“-Tüpfelchen auf unsere bisherigen Leistungen und vielleicht auch als kleines „Dankeschön“ der FIFA zu verstehen. Aber wir werden uns jetzt nicht auf unserer Leistung ausruhen.

 

Wie geht es für Dich nun bis Juli weiter?

Marina Wozniak: Die Bundesliga-Saison neigt sich dem Ende zu. Ich habe noch Spiele in Potsdam und Bad Neuenahr. Natürlich trainiere ich und bereite mich auf die Leistungstests vor, bevor es dann ein paar Wochen später nach London geht.