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Jul 02 2013

FCR Duisburg doch nicht endgültig gerettet?

Sven KahlertNachdem am Abend des letzten Donnerstags die Insolvenz des FCR 2001 Duisburg zunächst abgewendet werden konnte, brach auch beim alten und neuen Cheftrainer und sportlichem Leiter Sven Kahlert große Freude aus.

Kahlert blickt der kommenden Saison auch relativ optimistisch entgegen:  „Unser Ziel ist ganz klar: Wir wollen nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben. Dafür hat der Kader auch ausreichend Qualität, allerdings sind wir nicht breit genug aufgestellt.“ Sportvorstand Dieter Weber wurde konkreter: „Wir brauchen zur Verstärkung drei bis vier neue Spielerinnen und führen auch schon Gespräche; in dieser Woche wird der Etat für die neue Saison erstellt sein, danach können wir konkret tätig werden.“

Nachdem sich der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Andreas Röpke zusammen mit dem Vorstand bei allen Beteiligten, die zur vorläufigen Rettung des Vereins beigetragen haben bedankt hatte, musst Röpke den großen Optimismus allerdings doch ein wenig bremsen. „Wir haben es gemeinsam geschafft, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die neue Saison zu stemmen. Der Antrag auf Insolvenz läuft allerdings weiter; denn der Verein ist weiterhin zahlungsunfähig und überschuldet. Es würde mich auch sehr überraschen, wenn es gelingen würde, den FCR 2001 ev. komplett zu sanieren.“

Die naheliegendere Lösung ist deshalb der mittelfristige Übergang aller Mannschaften in einen anderen Verein – eine Lösung, die „auch schon mit dem DFB besprochen worden ist“, so Röpke. Die logische Konsequenz wäre dann, anschließend „das Insolvenzverfahren über die noch vorhandene ‚rechtliche Hülle‘ des FCR e.V. zu eröffnen.“ Diesen Weg kann man durchaus während einer laufenden Saison gehen, auch das ist mit dem DFB abgesprochen. Röpke: „Wir sind dem Deutschen Fußballbund übrigens sehr dankbar für die Art und Weise, wie der Verband uns in der aktuellen Situation unterstützt hat.“ Wie berichtet, sind aus diesem Grunde bereits Gespräche mit dem VfB Homberg und dem MSV Duisburg geführt worden.

Und auch Aufsichtsratschef Seidelt sieht die Situation pragmatisch: „Es gibt etliche Beispiele in der langjährigen Geschichte der Frauen-Bundesliga, in denen ähnlich verfahren wurde. Natürlich wäre es schade, wenn es den FCR 2001 nicht mehr geben würde; entscheidender ist aber, alles zu versuchen, um weiter Spitzensport in Duisburg bieten zu können.“

Wir können also alle gespannt sein wie es beim FCR Duisburg weiter gehen wird.