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Feb 18 2012

Lotta Schelin: “Ich glaubte schon, es wäre ein Gehirntumor”

Die schwedische Nationalspielerin über ihre Ängste an einer schweren Krankheit zu leiden

 

18. Februar 2012
Text und Foto von Rainer Fußgänger

Erstmals hat Schwedens Fußballerin des Jahres 2011, die für Olympique Lyon stürmende Lotta Schelin über ihre ständig auftauchenden Kopfschmerzen gesprochen. In einem Interview mit der Verbandszeitschrift des schwedischen Migräneverbandes spricht die 27-Jährige darüber, dass sie seit der siebten Klasse immer wieder von starken Kopfschmerzen geplagt wird.

Während der Europameisterschaft 2009 hatte Schelin immer wieder Migräneanfälle, die ihr fast alle Kraft nahmen. Die in Stockholm geborene Göteborgerin berichtet, dass sie einfach nur im Hotelzimmer lag und vor sich hin döste und so eine Mannschaftsversammlung verpasste: “Ich wusste nicht, was es war und begann zu glauben, dass es ein Gehirntumor sein könnte. Ich suchte Hilfe bei den Ärzten der Nationalmannschaft, aber die wussten auch keinen richtigen Rat. Es hat lange gedauert, bis mir wirklich jemand helfen konnte. Es ist leichter mit einem schmerzenden Knie oder einem gebrochenen Fuß anzukommen.”

Lotta Schelin fand schließlich Rat und Hilfe bei einer speziellen Abteilung für die Behandlung von Kopfschmerzen in Göteborg. Erst dort erhielt sie eine konkrete Diagnose: Spannungskopfschmerzen und Migräne. Als Folge ihrer Erkrankung wurde das Krafttraining von Lotta Schelin angepasst, im Fußballtraining wird bei ihr auf Kopfbälle verzichtet.

“Jetzt geht es mir viel besser. Die Kopfschmerzen sind unter Kontrolle. Sie tauchen dann und wann für kürzere Zeit auf, es gibt schon mal eine anstrengende Woche und dann kommen zwei, in denen es besser ist. Ich habe schätzungsweise an zwei bis drei von sieben Tagen Kopfschmerzen,” sagte Lotta Schelin der Verbandszeitschrift Migränbladet.

 

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