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Jul 16 2013

Norwegische Gelassenheit – Interview mit Ada Hegerberg

Interview und Foto von Rainer Fußgänger

Ada HegerbergAm Montag hatte ich Gelegenheit, in Kalmar das Training der norwegischen Nationalmannschaft in Kalmar zu besuchen. Überwiegend norwegische Medienvertreter waren da, aber auch zahlreiche Fans und Freunde des Teams.  Das Ganze bei strahlendem Sonnenschein in einer relaxten, sehr freundlichen Atmosphäre, die eigentlich deutlich machte, warum Frauenfussball anders ist. Familiär, entspannt und sehr sympathisch.

Ich unterhielt mich mit Ada Hegerberg, der erst vor fünf Tagen achtzehn Jahre alt gewordenen Spielerin von Vizemeister Turbine Potsdam.

Was sagst du zum Spiel gegen Holland gestern?

“Naja, das war toll, aber es war auch ein harter Kampf. Das Spiel ging ja auf und ab für beide Seiten. Für uns war es wichtig, den Sturm zu überstehen und am Ende drei Punkte zu holen. Wir haben ja eine ganze Reihe junger Spielerinnen in der Mannschaft, aber ich fühle mich gut und es macht Spass, zu spielen.”

Du bist jetzt seit Januar in Potsdam. Unterschiede zu Stabaek?

“Das sind zwei verschiedene Welten. Schon allein, was das Training angeht. auch die Mentalität. Das bringt mich ungeheuer weiter, sowohl physisch wie technisch. Manchmal trainieren wir tatsächlich drei Mal am Tag. Ich wollte einfach einen der besten Trainer haben und das habe ich jetzt. Bernd Schröder pusht uns ganz schön und das ist auch gut so.”

Und die deutsche Sprache?

“Ich habe ja schon zwei Jahre in der Schule Deutsch gehabt und es geht immer besser, auch wenn ich jetzt zwei Monate lang praktisch kein Deutsch gesprochen habe.”

Was denkst du über das Spiel gegen Deutschland?

“Das wird schwer, keine Frage, aber ich denke, auch die Deutschen haben Schwächen. Das ist auch eine sehr junge Mannschaft, ich bin davon überzeugt, dass Deutschland in 2-3 Jahren ein sehr gutes Team haben wird, aber jetzt denke ich, dass es voll möglich ist, gegen die zu gewinnen. Wir spielen jedes Match, um zu gewinnen, auch am Mittwoch.”

 

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