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Jan 09 2012

FIFA-Weltfußballerinnen-Wahl 2011: Sawa, Japan und Sasaki räumen beim FIFA Ballon d’Or 2011 in Zürich ab

Vor wenigen Minuten wurden in Züricher Kongresshaus die besten Fußballerinnen und Fußballer des Jahres 2011 geehrt. Auf der FIFA Gala Ballon d’Or traf sich das Who is Who im Spitzenfußball.

Homare SawaSpielerin des Jahres:

Zur Spielerin des Jahres wurde die Kapitänin der japanischen Nationalmannschaft Homare Sawa mit 28,51% der Stimmen gekürt, die damit Marta (17,28%) als fünfmalige Preisträgerin ablöste. Auf Platz drei landete die Amerikanerin Abby Wambach (13,26%), für die es eine besondere Ehre war mit zum engeren Kreis der Nominierten zu gehören. Sawa, im traditionellen Kimono, krönte damit ein großartiges Jahr im japanischen Frauenfußball, dass im Sommer letzten Jahres mit dem Gewinn des Weltmeistertitels seinen Anfang nahm. Die Japanerin wurde zudem nach Ende der WM als beste Spielerin und beste Torschützin (fünf Tore) mit dem Goldenen Ball und dem Goldenen Schuh von adidas geehrt.

Frauenfußballtrainer des Jahres:

Bester FIFA-Frauenfussballtrainers wurde der japanische Chefcoach Norio Sasaki mit 45,57 % der Stimmen. Auf den weiteren Plätzen folgen die Schwedin Pia Sundhage (15,83%), Trainerin des US-Frauennationalteams und Bruno Bini (10,28%), Trainer der französischen Frauenauswahl. Der 53-jährige Sasaki war augenscheinlich zu tiefst gerührt und bedankte sich gleich mehrfach für diese Auszeichnung.

Dank der JapanerinnenFairplay-Preis des Jahres:

Der FIFA-Fairplay-Preis ging ebenfalls an das japanische Frauennationalteam, das wie das ganze Land im März 2011 schwer vom verheerenden Erdbeben getroffen worden war. Mit Beharrlichkeit und dem absoluten Siegeswillen gewannen sie, trotz der schlimmen Ereignisse, die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011™. Jedem dürften noch die Bilder in Erinnerung sein, als die Japanerinnen nach jedem Spiel mit einem Banner durch das Stadion liefen und sich für die Unterstützung ihres Landes bedankten. Der Präsident des japanischen Fußballverbands, Junji Ogura, und Spielführerin Homare Sawa nahmen den Preis stellvertretend für die Mannschaft entgegen.