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Aug 27 2012

DFB-Pokal: Werder erreicht ungefährdet Runde 2

SG Leipziger Verkehrsbetriebe – SV Werder Bremen  0:9 (0:5)

 

 

Bericht und Bilder: Dietmar Haß

Für die Fußballerinnen der SG Leipziger Verkehrsbetriebe (kurz: SG LVB) war es das Spiel des Jahres. Als sächsischer Pokalfinalist der Vorsaison – Pokalsieger 1.FC Lokomotive Leipzig II ist als Reserveteam nicht teilnahmeberechtigt – hatte sich das Frauenfußballteam der SG LVB zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte für die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal  qualifiziert und Zweitligist SV Werder Bremen zugelost bekommen. Die „Straßenbahnerinnen“, wie das Team von der SG LVB auch genannt wird, waren freilich Außenseiter in diesem Spiel, wollten sich aber achtbar schlagen.

 

Im Stadion „Neue Linie“ hatten sich 230 Zuschauer eingefunden, um den Landesligisten gegen den Favoriten von der Weser zu unterstützen. In der eigenen Hälfte stehend versuchten die Leipzigerinnen das Spiel der Gäste nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.  Aber Werder war auf diese Defensivtaktik eingestellt und der Versuch der SG LVB die Räume zuzustellen, klappte nicht richtig, denn immer wieder konnte sich eine Bremerin freilaufen, so wie in der 8. Minute Jessica Golebiewski, deren Flanke von Maike Timmermann zur Bremer Führung verwertet wurde. Die zu Saisonbeginn vom HSV zu Werder gewechselte Stürmerin erzielte per Kopf dann auch das 0:2 (12.), dem kurze Zeit später das 0:3 durch Cindy König folgte (18.). Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit fand das Geschehen zumeist vor dem Tor der Leipzigerinnen statt. Ab und an gab es aber den Ansatz eines Konters bei der SG LVB und in der 23. Minute tauchten die Gastgeberinnen auch einmal nahe vor dem Tor der Gäste auf, doch Werders Torfrau Maria Doll konnte eine Hereingabe von Linda Korb abfangen. Dafür traf Werder noch zweimal vor der Pause. Zunächst Maike Timmermann, die nach einer glänzenden Einzelleistung von Jessica Golebiewski in der 33. Minute das 0:4 erzielte, und auch Cindy König (39.) war noch einmal erfolgreich.

 

In der zweiten Halbzeit konnte die SG LVB lange das 0:5 halten, obwohl Werder eine Reihe von Chancen hatte. Besonders zwischen der 50. und 60. gab es für das Team von Birte Brüggemann Möglichkeiten fast im Minutentakt. Nach einem Schuss von Meggie Schröder war es mit Maria Gabriel dann ausgerechnet eine LVB-Spielerin, die in der 71. Minute den Ball mit dem Hinterkopf unhaltbar für Torfrau Niki Schumann zum 0:6 ins Tor verlängerte. Nach den Treffern von Daniela Schacher (74.) und Ann-Christin Bopp (84.) sorgte dann Katharina Hamann mit dem vielleicht schönsten Tor des Tages für den 0:9 Endstand. In der Schlussminute wären die Leipzigerinnen aber fast noch zum Ehrentreffer gekommen, doch der Schuss von Melanie Gerber strich am langen Pfosten des Werder-Tores vorbei.

 

Der SV Werder Bremen hat damit die Pflichtaufgabe im Pokal recht problemlos gelöst, auch wenn eine Woche vor dem Ligastart nicht alles rund lief. Die SG LVB kann trotz der deutlichen Niederlage recht zufrieden sein.

 

 

 

SG Leipziger Verkehrsbetriebe:

Schumann – Gabriel, Fuchs, Klawitter (80. Vogel), Ullmann – Korb, Vogg, Haschke, Brehsan (69. Denkwitz) – Beck (80. Feld), Gerber

SV Werder Bremen:

Doll – Hamann, Scholz, Sachau (46. Mirbach), William – Schacher, Bopp, Schröder (73. Votava), Golebiewski (80. Buller) – König, Timmermann

 

Tore:

0:1      Timmermann (8.)

0:2      Timmermann (12.)

0:3      König  (18.)

0:4      Timmermann (33.)

0:5      König (39.)

0:6      Gabriel (71. Eigentor)

0:7      Schacher (74.)

0:8      Bopp (84.)

0:9      Hamann (88.)

 

Gelbe Karten: - / -

Schiedsrichterin: Susann Dittmar (Radebeul) mit Franziska Brückner und Alice Philipp

Zuschauer: 230

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