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Okt 02 2012

2. Bundesliga Nord, 4. Spieltag: Drei Punkte durch spätes Tor

1. FC Lübars – SV Werder Bremen 0:1 (0:0)

Bericht und Bilder: Dietmar Haß

Der 1. FC Lübars und der SV Werder Bremen hatten vor diesem Spieltag etwas gemeinsam: beide Teams hatten bis dahin je einen Sieg und zwei Niederlagen auf dem Konto. Gemeinsam hatten sie auch, dass beide am letzten Spieltag nach 1:0-Führung 1:2 verloren; der 1. FC Lübars beim Herforder SV, Werder daheim gegen den SV Meppen. Ein Erfolgserlebnis war für beide Teams wichtig und nach 90 Minuten war es der SV Werder Bremen, der sich über einen Sieg freuen konnte.

Freude bei Werder: Durch einen Treffer von Cindy König kurz vor Ende der Partie siegten die Bremerinnen beim 1. FC Lübars mit 1:0.

Gegenüber dem Spiel in Herford musste Lübars Trainer Jürgen Franz das Team auf einer Position ändern. Zsofia Racz fehlte, dafür durfte Janine Neue erstmals in dieser Saison ran. Bei Werder gab es nach der Heimniederlage gegen den SV Meppen gleich vier personelle Wechsel in der Startelf. So kam Neuzugang Mayline Danner, die verletzungsbedingt die komplette Vorbereitung ausfiel, zu ihrem Debüt im grün-weißen Dress.

Der 1. FC Lübars versuchte das Spiel zu machen, doch Werder störte schon früh den Spielaufbau der Gastgeberinnen und zwang diese somit zu Fehlern, um dann bei Ballgewinn schnell auf Angriff umzuschalten. In der 7. Minute gelang es das erste Mal. Cindy König hatte den Ball im Mittelfeld erobert und zu Maike Timmermann weitergeleitet, die jedoch an Cordula Busack im Tor des 1. FC Lübars scheiterte. Die nächste Chance für Werder ergab sich aus einem Befreiungsschlag von Werders Torfrau Jennifer Martens, der zur Vorlage für Jessica Golebiewski wurde, die aber ebenfalls Cordula Busack nicht überwinden konnte (11.). Wenig später versuchte es Cindy König einfach mal aus gut 30 Metern, weil sie sah, dass Cordula Busack etwas zu weit vor dem Tor stand. Doch der Ball ging übers Tor (15.). Auch in der 20. Minute war Cindy König nicht erfolgreich, als sie nach Vorlage von Maike Timmermann wieder das Ziel verfehlte.

Hin und wieder gelang es aber auch dem 1. FC Lübars in der ersten Halbzeit vor dem Tor von Werder aufzutauchen, doch richtig gefährlich wurde es vor dem Gehäuse von Jennifer Martens vor dem Halbzeitpfiff nicht. Auch nicht in der 44. Minute, als Anna-Sophie Fechner zwar in den Strafraum der Gäste drang, ihr Schuss aber dann doch keine Gefahr für Werders Torfrau darstellte. Die erste richtig gute Gelegenheit gab es für den 1. FC Lübars kurz nach Wiederanpfiff, als sich Werders Abwehr nach einem langen und hohem Zuspiel aus der Hälfte der Gastgeberinnen heraus verschätzte und Betty Anane frei vor Jennifer Martens stand, aber im Abschluss zu harmlos war (47.). Gefährlicher wirkten da die Aktionen der Bremerinnen, wie in der 52. Minute, als Franziska Liepack einen Nachschuss von Jessica Golebiewski auf der Linie klären konnte, nachdem zuvor Daniela Schacher an Cordula Busack gescheitert war.

Es entwickelte sich nun ein Spiel, das nicht wirklich von spielerischen Höhepunkten, sondern von der Spannung lebte. Ein Fehler, ein gutes Zuspiel konnte entscheiden. Fast wäre es dem 1. FC Lübars in der 70. Minute gelungen, einen Abwehrfehler der Gäste zu nutzen, doch der Schuss von Anna-Sophie Fechner trudelte am Tor vorbei. Für Werder hatte dann die eingewechselte Anna Mirbach die nächste Chance, doch ihren Versuch klärte Cordula Busack per Faustabwehr (77.). Maike Timmermann köpfte wenig später den Ball an die Latte (80.).

Oft rächt es sich, wenn ein Team beste Chancen vergibt. Fast wäre es auch diesmal der Fall gewesen, als die kurz zuvor eingewechselte Lisa Blenck die Chance zur Führung für den 1. FC Lübars hatte, doch Jennifer Martens hielt sicher (84.). Kurz vor Ende der Partie dann doch der erlösende Jubel auf Seiten Werders, als Lübars Abwehr etwas durcheinander war, Cindy König frei vor dem leeren Tor angespielt wurde und sie den Ball über die Linie schob (88.).

Auch wenn es aus Sicht des 1. FC Lübars sicher ärgerlich ist kurz vor dem Abpfiff das entscheidende Tor zu kassieren, so war es wegen der Qualität und Quantität der Torchancen, sowie Vorteilen im Zweikampfverhalten und der Spielanlage ein verdienter Sieg für den SV Werder Bremen, der damit im zweiten Auswärtsspiel der Saison den zweiten Auswärtssieg feiern konnte, während der 1. FC Lübars weiter auf den ersten Heimpunkt der Saison wartet.

1. FC Lübars:

 Busack – Dey, Rösler, Liepack, Hansen – Neue (59. Kaya), Behrends (89. Lüdicke), Smith – Fechner, Anane (83. Blenck), Timme

SV Werder Bremen:

 Martens – Hamann, Scholz, Danner, Moelter (81. William) – Golebiewski (90.+2 Buller), Bopp, Schröder, Schacher (56. Mirbach) – König, Timmermann

Tor:

 0:1 König (88.)

Gelbe Karten:

 Liepack, Blenck / -

Schiedsrichterin:

 Susann Dittmar (Radebeul) mit Melanie Göbel und Linda Gundel

Zuschauer:

 45