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Okt 03 2012

UWCL-Sechzentelfinale, Rückspiel: Andonova schießt Lüttich fast im Alleingang ab

1. FFC Turbine Potsdam - Standard Feminina de Liège 5:0 (2:0)

Text von Marion Kehren, Fotos von Jan Kuppert

“Die Köpfe frei bekommen” war die Devise in den letzten 3 Tagen bei den Potsdamerinnen und das Spiel gegen Frankfurt möglichst schnell zu vergessen. 

Natasa Andonova

Die junge Natasa Andonova hat mit ihren fünf Treffern Lüttich fast im Alleingang erledigt ;-)

Keelin Winters, Julie Gregoire, Kelly IckmannsMit förmlich dem letzten Aufgebot musste Turbine Potsdam  am heutigen Tage das Rückspiel in der Champions League bestreiten, denn mittlerweile hat der Club elf verletzte Spielerinnen zu beklagen. Dafür konnte sich die belgische Neuverpflichtung, Heleen Jaques, über ihren ersten Auftritt im Potsdamer Trikot freuen. Der Tabellenerste aus Lüttich begann, wie auch im  Hinspiel, mit viel Druck nach vorne. Vorsicht war geboten, denn Lüttich ist bekannt dafür, ein aussichtsloses Spiel noch drehen zu können. Wieder mit der etatmäßigen Torhüterin Kelly Ickmans im Tor, gab es bei den Belgierinnen keine Änderungen zum Hinspiel zu verzeichnen.

Mit dem ersten Schuss aufs Turbinentor eröffnete sodann auch Audrey Demoustier die Aufholjagd der Gäste. Aber die Brandenburgerinnen ließen den Belgierinnen nicht mehr so viel Freiraum wie im Hinspiel, sodass deren Spielaufbau kaum zur Entfaltung kam. Die erste Torchance der Schröder-Elf brachte auch gleichzeitig die Führung für die Hausherrinnen ein. Nach einem Kurzpass von Lisa Evans vollendete Natasa Andonova zur 1:0 Führung. In der Folgezeit beherrschte Potsdam die Partie immer besser. Folgerichtig erhöhte Yuki Ogimi, kurz vor Pausenpfiff auf eine beruhigende 2:0 Führung, die eigentlich sogar höher hätte ausfallen können, aber Draws und Göransson trafen lediglich die Querlatte.

Lisa EvansKaum auf dem Platz erhöhte die Mazedonierin Andonova, nach einem Zuckerpass von Lisa Evans, zum beruhigenden 3:0. Nun beherrscht Potsdam vollends das Spiel und Standard kam nur noch lediglich zu vereinzelten Entlastungsangriffen. Erst Mitte der zweiten Halbzeit und mit der Einwechslung von Sanne Schoenmakers, für die heute blass gebliebene Vanity Lewerissa, erwachte der Kampfgeist der Gäste noch einmal. Zuerst verfehlt Demoustier äußerst knapp das Turbinentor, wenige Minuten später trifft Cécile De Gernier  lediglich das Aluminium.

In der Folgezeit erhöht sich die Anzahl der Unterbrechungen extrem, was nicht zuletzt an den Ermüdungserscheinungen, aufgrund der englischen Wochen, liegen könnte. Turbine, mit absoluter Sicherheit in der nächsten Runde, versucht nur noch das Ergebnis zu verwalten, während Lüttich nach dem verletzungsbedingten Ausfall der starken De Gernier und der Auswechslung von Offensivkraft Aline Zeler dem deutschen Team nun nichts mehr entgegen zu setzen hatte. Als kurz vor Schluss Anonma und Andonova auf 5:0 erhöhte, kannte die Freude des Potsdamer Anhangs keine Grenzen mehr. Mit insgesamt 8:1 in der Summe für Potsdam, kann sich Bernd Schröder nun beruhigt den nächsten Aufgaben widmen. Ein besonders Lob an Natasa Andonova, die mit ihren insgesamt fünf Treffern das Sechzentelfinale dominierte.

GenesungswünscheAntonia GöranssonStartelf Turbine PotsdamKeelin Winters, Cécile De GernierLisa Evans, Natasa Andonova, Imke CourtoisJubel Turbine PotsdamHeleen Jaques, Aline Zeler

1. FFC Turbine Potsdam:

Naeher – Kemme, Draws, Jaques, Winters, Doorsoun-Khajeh, Hanebeck, Andonova, Ogimi (58. Anonma), Görranson (71. Cramer), Evans (83. Dillmann)

Standard Feminina de Liège:

Ickmans – Mignon, Courtois, Gregoire, Biesmans, Courtereels, Lewerissa (62. Schoenmakers), De Gernier (74. Hannecart), Philtjens, Zeller (81. Dessers), Demoustier

Tore:

1:0 Andonova (18.)

2:0 Ogimi (45.+3)

3:0 Andonova (47.)

4:0 Anonma (87.)

5:0 Andonova (90.+3)

Gelbe Karten:

Anonma / -

Schiedsrichterinnen:

Lina Lehtovaara (FIN) mit Tiina Hyttinen (FIN) und Hanna Peltonen (FIN)

Zuschauer:

2.460