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Okt 07 2012

DFB-Pokal, 2. Runde: Werder zieht ins Achtelfinale ein

Magdeburger FFC – SV Werder Bremen 0:3 (0:2)

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Bericht und Bilder: Dietmar Haß

Nach der 0:4 Heimniederlage in der Vorwoche im Ligaspiel gegen den Herforder SV gab es für den Magdeburger FFC in der 2. Runde des DFB-Pokals die Chance zur Wiedergutmachung. Vor heimischen Publikum trafen sie dabei auf den SV Werder Bremen. Doch am Ende freuten sich die Gäste über den Einzug ins Achtelfinale.

 

Große Freude bei Werders Torschützin Daniela Schacher (3. von rechts) und ihren Mitspielerinnen über das zwischenzeitliche 0:2.

Magdeburgs Trainerin Caroline Kunschke schenkte den gleichen elf Spielerinnen das Vertrauen, die auch gegen Herford begonnen hatten. Auch beim SV Werder Bremen gab es keine Veränderung in der Startelf gegenüber dem Punktspiel beim 1. FC Lübars eine Woche zuvor. In den Anfangsminuten versuchte der Magdeburger FFC mit Pressing den Spielaufbau der Bremerinnen zu unterbinden. Doch die Gäste spielten abgeklärt und nutzten die Schwächen in der Magdeburger Defensive. Schon in der 5. Minute passte Meggie Schröder den Ball in die Spitze zu Maike Timmermann, die am Torschuss nicht mehr gehindert werden konnte und das 0:1 erzielte. Nur drei Minuten später wurde Maike Timmermann rund 20 Meter vor dem Tor gefoult. Den fälligen Freistoß schoss Cindy König. Magdeburgs Keeperin Eva Lotta Ravn wehrte zu kurz ab und Daniela Schacher, die blitzschnell schaltete, traf aus kurzer Entfernung zum 0:2.

Diese schnelle Führung spielte Werder in die Karten und in der ersten Halbzeit bestimmte das Team von Birte Brüggemann das Spiel. In der Abwehr standen die Gäste sicher und in der Offensive ergab sich noch die eine oder andere Chance für Werder. So ging ein Kopfball von Maike Timmermann am Tor vorbei (18.), ein Schuss von Katharina Hamann wurde auf der Linie von Magdeburgs Kapitänin Anne Roeloffs geklärt (24.) und kurz vor dem Halbzeitpfiff scheiterte Maike Timmermann an Torfrau Eva Lotta Ravn (44.). Zwar lag der Ball in der ersten Hälfte noch zweimal im Netz der Magdeburgerinnen, doch Cindy König soll bei ihrem Treffer in der 32. Minute im Abseits gestanden haben und beim vermeintlichen Tor von Jessica Golebiewski (43.) hatte Schiedsrichterin Sinem Turac zuvor ein Foul von Maike Timmermann an Eva Lotta Ravn gesehen und somit ging es mit 0:2 in die Pause. Spielerinnen und Schiedsrichterteam waren auch deshalb froh in die Kabine zu gehen, weil in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit das Spiel von heftigen Regenfällen begleitet wurde, was auf dem Platz ungemütlich und auch für die 67 Zuschauer nicht angenehm war.

Auf dem durchnässten Rasen startete der Magdeburger FFC besser in die zweite Halbzeit. Nach einem Freistoß von Katja Grabowitsch ging der Volleyschuss von Anja Beinroth am Tor vorbei. Die Magdeburgerinnen kämpften und versuchten das Spiel noch zu drehen. Werder indes brauchte rund eine Viertelstunde, um wieder ins Spiel zu finden und versuchte es zunächst aus der Distanz. Dabei schoss Cindy König einmal knapp rechts am Magdeburger Gehäuse vorbei (61.) und einmal knapp links (62.). Meggie Schröders Fernschuss hingegen wurde von Eva Lotta Ravn gehalten (63.). Auf der Gegenseite wurde es in der 72. Minute brenzlig. Zunächst konnte Werders Torfrau Jennifer Martens einen Schuss von Johanna Kaiser parieren. Dania Schuster kam einen Schritt zu spät, um den Nachschuss zu verwerten, doch Werder bekam den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Katja Grabowitsch kam aus der Distanz zum Schuss. Doch Jennifer Martens lenkte den Ball zur Latte. Wenn in dieser Situation der Anschlusstreffer gefallen wäre, wäre das Spiel vielleicht gekippt.

Die Magdeburgerinnen riskierten nun viel und boten damit Werder Gelegenheit zum kontern. In der 83. Minute sollte ein Konter auch Erfolg haben. Die eingewechselte Kira Buller spielte den Ball aus der eigenen Hälfte zu Maike Timmermann,  die den Ball in den Strafraum zur mitgelaufenen Daniela Schacher passte, die keine Mühe hatte, den Ball zum 0:3 einzuschieben. Das war die Entscheidung. In den Schlussminuten hatte Werder sogar noch die Möglichkeit höher zu gewinnen, doch einen Schuss von Maike Timmermann konnte Eva Lotta Ravn parieren (86.) und der Versuch von Katharina Hamann ging an die Latte (88.).

Insgesamt zieht Werder verdient in die Runde der letzten Sechzehn ein und wünscht sich nun ein Heimspiel gegen einen Bundesligisten. Auf den Magdeburger FFC trifft das Team von Birte Brüggemann dagegen schon wieder am nächsten Wochenende. Dann jedoch in Bremen beim Punktspiel.

 

Magdeburger FFC:

Ravn – Mücke (89. Seidler), Ernst, Beinroth, Roeloffs – Piatkowski (78. Vogelhuber), Cruz – Krakowski, Gabrowitsch, Träbert (65. Kaiser) – Schuster

 

SV Werder Bremen:

Martens – Hamann, Scholz, Danner, Moelter – Bopp, Schröder – Schacher (86. William), König (67. Buller), Golebiewski – Timmermann

 

Tore:

0:1      Timmermann (5.)

0:2      Schacher (8.)

0:3      Schacher (83.)

 

Gelbe Karten: Mücke / König, Bopp

 

Schiedsrichterin: Sinem Turac (Berlin) mit Mareike Glensk und Saida Barthels

 

Zuschauer: 67

 

Weitere Fotos vom Spiel bei werder-frauen.de

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