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Okt 10 2012

Linköping in Geldnot – 2013 heißt es sparen

Text von Rainer Fußgänger

linkopingsAusgerechnet das EURO-Jahr 2013 wird für viele schwedische Vereine Sparmaßnahmen mit sich bringen. LdB FC Malmö sprach zweimal dieses Jahr von einem möglichen Konkurs, KIF Örebro verkündete zwischenzeitlich Konkurs in vier Tagen und Umeå IK verkündete vor einigen Tagen, dass man künftig nur noch auf regionale Talente setzen werde – nichts anderes als eine neuerliche drastische Sparmaßnahme des einstigen Topclubs in Europa. Dass Linköping nächstes Jahr ebenfalls kürzen musste, hatte ich schon vor Wochen gehört – heute bestätigte das ein Artikel in der Regionalzeitung Corren.

“Wir schließen das Jahr mit einem Minus ab,” so der Vorsitzende des Clubs Anders Mäki. “Unsere Einschätzung, dass das Interesse {am Frauenfußball} steigen würde, hat sich als falsch erwiesen. Frauenfußball steht auf der Stelle, wir sind in einer Art Vakuum gelandet mit schlechten Zuschauerzahlen und zu hohen Kosten im Verhältnis zu unseren Einnahmen,” so Mäki weiter. Eine weitgehend aus Ganztagsprofis bestehende Mannschaft weiter zu unterhalten, sei nicht mehr möglich. 2013 müsse es wesentlich weniger Profis bei Linköping geben.

Lisa DeVanna wird wohl nicht in Linköping bleiben und auch hinter Manon Melis steht ein großes Fragezeichen. Zwar hat die Niederländerin noch ein weiteres Jahr Vertrag, aber das Papier kann beidseitig gekündigt werden. “Jetzt können Publikum und Sponsoren zeigen, ob sie eine Mannschaft in der höchsten Spielklasse haben wollen oder nicht, ” sagt Anders Mäki.

Die Mannschaft hatte sich vor der Saison 2012 massiv verstärkt, sportlich aber zu keiner Zeit in den Kampf um die Meisterschaft eingreifen können.

 

Aktuelle Informationen über den schwedischen Frauenfußball: http://ffschweden.wordpress.com