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Nov 05 2012

1. Bundesliga, 8. Spieltag: Keine Gefahr für Frankfurt…

FCR 2001 Duisburg – 1. FFC Frankfurt 1:3 (0:2)

 

Bericht von Marion Kehren, Fotos von Katrin Müller und Volker Nagraszus

… stellten die Löwinnen für die Hessinnen dar. Die handzahme Truppe aus Duisburg hat schlichtweg nichts mit ihren vierbeinigen Freunden gemeinsam. Nichts erinnerte mehr an frühere Zeiten, als sich Duisburg und Frankfurt erbitterte Kämpfe auf dem Grün geliefert haben und die Zuschauer in ihren Bann zogen.

 

Ashlyn Harris

Dank der hervorragend agierenden Ashlyn Harris, im Tor der Löwinnen, fiel die Niederlage weit harmloser aus, als zunächst befürchtet. (Foto: Volker Nagraszus)

 

Kim KuligDas nasse und grau Wetter passte zu diesem ekligen Novembertag und lockte damit leider auch nur 1.309 Zuschauer ins PCC Stadion. Die Gäste traten ohne Smisek (Mittelohrentzündung), Bairamaj (Kreuzbandriss) und Crnogorcevic (Rotsperre) an, dafür aber mit der wieder genesenen Sandrine Bretigny. Interimstrainerin Petra Hauser hatte nur wenig Zeit, sich auf ihre Mannschaft einzustellen, stellte die bestmögliche Truppe zusammen, die den Hessinnen möglichst lange Paroli bieten sollte.

Von Beginn an gab der FFC den Ton an und ließ keinen Zweifel daran, dass man die 3 Punkte tunlichst mit nach Frankfurt nehmen wollte. Mit kurzen, schnellen Pässen und flexibelem Spiel agierten die Gäste und schnürten die Löwinnen komplett in ihrer Hälfte ein. Bereits nach wenigen Minuten scheiterte Sandrine Bretigny per Kopf am Pfosten. Zwei Minuten später machte es Teamkollegin Kim Kulig besser, als sie einen von Marozsan getretenen Freistoß abstaubte und zum Führungstreffer einnetzte. Dieser frühe Treffer brachte der Dahm-Elf die nötige Sicherheit, um ihr konzentriertes Spiel weiter fortzuführen. Allerdings zeigten die Frankfurterinnen auch zahlreiche Abschlussschwächen, was aber auch nicht zuletzt an der hervorragenden Keeperin Ashlyn Harris im Duisburger Tor lag, die manchen Ball aus den unmöglichsten Situation noch klären konnte. So scheiterten u.a. Bretigny und Marozsan an den hervorragenden Reflexen der Torhüterin. In der 35. Minute musste Harris allerdings zum zweiten Mal hinter sich greifen, als ausgerechnet Ex-Löwin Simone Laudehr das 0:2 für ihr Team erzielte.

Kozue Ando, Babett Peter, Mandy IslackerDer Frankfurter Einbahnstraßenfußball hatte auch Anfangs der zweiten Halbzeit noch Bestand. Interimstrainerin Petra Hauser mußte handeln und wechselte die völlig überforderten Elli Reed und Gülhiye Cengiz aus. Für sie kamen mit Nicole Banecki und Daria Streng zwei Spielerinnen, die für deutlich mehr Zug im Offensivspiel sorgten. Aber erst, als Frankfurt den dritten Treffer durch Bretigny erzielte, besannen sich die Löwinnen auf ihre Stärken und versuchten sich nun endlich einmal gegen den Druck der Gäste aufzubäumen.

Erst nach schlappen 68. Minuten wurde Nadine Angerer das erste Mal ernsthaft von den Löwinnen gepfüft, als Lieke Martens einen sehenswerten Fernschuß aufs Frankfurter Gehäuse abgab. Im mittlerweile strömenden Regen schafften die Duisburgerinnen, nach Doppelpaß von Islacker und Ando, noch den Ehrentreffer zu erzielen – mehr war definitiv heute nicht drin.

 

Stimmen zum Spiel 

Petra HauserPhilipp Dahm (Trainer 1. FFC Frankfurt):

“Wir haben heute wieder einen Schritt nach vorne gemacht und unser Spiel durchgebracht. Phasenweise waren wir ein bisschen unkonzentriert, besonders was das Umschalten in die Defensive betrifft. Die Chancen der Duisburgerinnen waren sehr rar und von daher bin ich eigentlich ganz zufrieden mit dem Ergebnis.”

Petra Hauser (Interimstrainerin FCR 2001 Duisburg):

“Wir waren eigentlich gut vorbereitet und wollten aggressiv spielen und früh stören und über Konter nach vorne kommen. Aber  ich muss einfach sagen, dass die Bereitschaft in den ersten 60 Minuten einfach nicht vorhanden war. Man muß aber auch sagen, dass ohne unsere hervorragende Torhüterin Ashlyn die Niederlage hätte durchaus wesentlich höher ausfallen können. Positiv waren die letzten 20 Minuten und darauf müssen wir aufbauen. Wir haben versucht Druck zu erzeugen und uns 2-3 gute Chancen erspielt. Wir brauchen jetzt solche kampfstarken Spielerinnen wie Steffi Weichelt, die als gelernte Stürmerin auch auf einer anderen Positionen spielen kann und dem Druck auch Stand hält.”

Kerstin Garefrekes, Marina Himmighofen, Jennifer OsterSimone Laudehr, Stefanie WeicheltMandy Islacker, Marina Himmighofen, Melanie BehringerAshlyn Harris

 

FCR 2001 Duisburg:

Harris – Weichelt, Neboli, Reed (46. Streng), Hellfeier, Oster, Martens, Himmighofen, Cengiz (46. Nicole Banecki), Ando, Islacker

1. FFC Frankfurt:

Angerer – Krieger, Bartusiak, Kumagai, Peter, Kulig, Laudehr (74. Huth), Garefrekes, Marozsán, Schmidt (68.  Wich), Bretigny (68. Behringer)

Tore:

0:1 Kulig (10.)

0:2 Laudehr (35.)

0:3 Bretigny (nd 49.)

1:3 Islacker (82.)

Gelbe Karten:

Islacker, Hellfeier / -

Schiedsrichterinnen:

Christine Baitinger (Friesenheim) mit Katrin Rafalski und Kathrin Heimann

Zuschauer:

1.309

 

Mehr Fotos unter: http://www.kapixblog.net