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Nov 08 2012

1. Bundesliga, Nachholspiel 7. Spieltag: Dicke Packung für Güterloh

FC Bayern München – FSV 2009 Gütersloh 8:0 (4:0)

Text von Andreas Jäger

Vanessa BürkiDas durch schul- und berufsbedingte Ausfälle einiger Spielerinnen dezimierte Gütersloher Team war schon Dienstag spätabends im Hotel in der Nähe von Aschheim angekommen. Ohne Schnee konnte das Nachholspiel des 7. Spieltages vor nur 100 Zuschauern (!!!) pünktlich angepfiffen werden.

Nach vorsichtigem Start beider Teams hatte das Gästeteam durch einen Kopfball von Claassen die Chance in Führung zu gehen. Diese Aktion schien den Frauen des FC Bayern als Zündfunke zu dienen, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Nach schöner Kombination erzielte Lena Lotzen in der 23. Minute das 1:0 für die Hausherrinnen. Die Gäste aus Gütersloh zogen sich noch weiter zurück, trotzdem mussten sie in der 33. Minute das 2:0 durch Wenninger hinnehmen. Nun war das Bayernteam richtig in Fahrt und konnte durch Hagen und Bürki, mit einem Doppelschlag, noch vor der Halbzeitpause die Weichen endgültig auf Sieg stellen.

Sarah HagenZur Halbzeitpause mußten die Gäste das erste Mal einen Wechsel vornehmen. Die nach ihrer Verletzung noch nicht vollständig genesene Claassen blieb in der Kabine, dafür kam Posdorfer zum Einsatz. Sportlich ging es da weiter, wo es vor der Halbzeit aufgehört hatte. Die eindeutig überlegenen Münchnerinnen erhöhten durch Romert auf 5:0. Der Gütersloher Doppelwechsel Dünker für Gessat und Wallenhorst für Aradini in der 57. Minute brachte nur 3 Minuten Verschnaufpause, dann konnte die in der 54. Minute für Hagen eingewechselter Bachor den Spielstand auf 6:0 hochschrauben. In der 63. Minute durfte nun die für Cross eingewechselte Strahl ihre Arbeit aufnehmen und nur vier Minuten später durfte sie den 7. Treffer ihrer Mannschaft durch die herausragende Lotzen bejubeln.

Auch nach dem letzen Wechsel der Bayern Rudelic für Feiersinger in der 74. Spielminute machten die Bayern weiter Druck auf das Gütersloher Tor. Das 8:0 durch Schnaderbeck war das I-Tüpfelchen auf eine gute Leistung der Bayern. Der Ehrentreffer durch Dünker in der 89. Minute blieb den Gütersloherinnen versagt. Der Schlußpfiff von Isabelle Hermann, die mit ihren Assistentinnen Kurtes und Telhar das Spiel jederzeit gut geleitet hatte, erlöste die Ostwestfälinnen.

Tessa RinkensTrainerstimmen:

Gästetrainer Graskamp kommentierte die Niederlage wie folgt: Wir waren heute gegen das Team des FC Bayern chancenlos, 8:0 ist allerdings eine Watsche die wir ganz schnell aus den Köpfen kriegen müssen, um gegen Essen eine Chance zu haben.

Da es nach dem Spiel keine Pressekonferenz gab, gibt es keine Statement von Bayerntrainer Wörle zum Spiel, vielleicht ein Gebot der Höflichkeit, den Daumen nicht noch in die Wunde zu legen?

Fazit:

Grundsätzlich zeigt sich bei solchen Spielansetzungen eins: Amateur – Erstligisten können sich auf Spiele mitten in Arbeits- bzw. Schulwochen wohl eher nicht so vorbereiten wie “Profivereine”, wenn man im Frauenfußball überhaupt davon reden kann.

 

FC Bayern München:

Längert – Schnaderbeck, de Pol, Lewandowski, Romert, Feiersinger (74. Rudelic), Wenninger, Cross (63. Strahl), Lotzen, Hagen (54. Bachor), Bürki

FSV 2009 Gütersloh:

Rinkes – Barwinsky, Claassen (46. Posdorfer), Roelvink, Lückel, van Bonn, Hermes, Gessat (58. Dünker), Aradini (58. Wallenhorst, Pollmann, Schmücker

Tore:

1:0 Lotzen (24.)

2:0 Wenninger (33.)

3:0 Hagen (39.)

4:0 Bürki (40.)

5:0 Romert (53.)

6:0 Bachor (60.)

7:0 Lotzen (67.)

8:0 Schnaderbeck (78.)

Gelbe Karten:

- / van Bonn

Schiedsrichterinnen:

Isabelle Herrmann (Mönchengladbach) mit Marija Kurtes und Caroline Telahr

Zuschauer:

knapp 100