«

»

Apr 20 2013

1. Bundesliga, Nachholspiel: Wolfsburg erkämpft sich drei Punkte

VfL Wolfsburg – FC Bayern München 2:1 (2:1)

 

Text und Bilder von Sascha Heyer

Im Nachholspiel trafen am Mittwochabend die Frauenteams des VfL Wolfsburg und des FC Bayern München aufeinander. In einer knappen und umkämpften Partie siegten die Gastgeberinnen letztlich knapp, auch weil den Münchenerinnen zwischenzeitlich die Kräfte ausgingen.

Katharina Baunach bringt hier den FC Bayern München per Foulelfmeter zum Ausgleich. Doch am Ende siegte Wolfsburg doch mit 2:1

Katharina Baunach bringt hier den FC Bayern München per Foulelfmeter zum Ausgleich. Doch am Ende siegte Wolfsburg doch mit 2:1

 

sh-alexandra-poppDabei begann die Partie zunächst deutlich besser für die Gäste aus München, die trotz Reisestrapazen das Spiel an sich rissen und die Wölfinnen unter Druck setzten. Obendrein galt es für die „Wölfinnen“ einen Schock zu verdauen. Denn bereits nach 8 Spielminuten musste Kapitänin Nadine Keßler mit Verdacht auf Mittelhandbruch ausgewechselt werden. Eine Diagnose die sich später bestätigen sollte, so dass ihr Einsatz am Sonntag in der Champions League gegen Arsenal London fraglich bleibt. Bereits nach 6 Minuten die erste gefährliche Aktion der Gäste. Eine sehenswerte Hereingabe von Laura Feiersinger erreichte Vanessa Bürki aber nicht dierekt, so dass keine Gefahr für das Tor von Alissa Vetterlein entstand. Gut 30 Minuten dauerte es, bis Wolfsburg dann zeigte,  warum das Team an der Tabellenspitze steht. Nach einer Ecke von Lena Goeßling stand Martina Müller richtig und köpfte die Wolfinnen zur Führung. Nur kurze Zeit nach der Führung gelang den Frauen aus München der zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Ausgleich durch einen Foulelfmeter von Katharina Baunach. Die Situation zu diesem Strafstoß war durchaus umstritten und beide Trainer waren sich nach dem Spiel einig, dass sie die Situation für “nicht elfmeterreif” einstuften. Dennoch entschied Schiedsrichterin Inka Müller-Schmäh auf Foul von Josephine Henning an Lena Lotzen und zeigte auf den Punkt. Auch die Situation bei der erneuten Wolfsburger Führung sollte nicht unumstritten sein. Viola Odebrecht stieg nach einem Freistoß von Anna Blässe zum Kopfball hoch und behinderte Münchens Torfrau Kathrin Längert. Der Ball landete in der Folge im Tor. Hier hätten auch beide Trainer vorher abgepfiffen und so gab es also noch in der ersten Halbzeit die sonst häufig fehlende „ausgleichende Gerechtigkeit“.

sh-lena-lotzen-josephine-henningIn der zweiten Halbzeit blieb das Spiel auf hohem Niveau, sollte aber nichts zählbares mehr hervor bringen. Die wohl beste Chance auf den Ausgleich hatte Sarah Hagen in der 69. Spielminute, beförderte das Leder aber nur an die Querlatte. Aber auch Wolfsburg zeigte Schwächen im Torabschluss. Gute 10 Minuten nach dem Lattentreffer marschierte Lena Goeßling durch die Abwehr vorbei an Torhüterin Kathrin Längert und brachte den Ball dann doch nur ans Außennetz. So hieß es zittern bis zum Ende für die insgesamt 1.076 Zuschauer im VfL-Stadion am Elsterweg. Nach dem Champions League Highlight in London am letzten Sonntag hatte Gästetrainer Thomas Wörle genau solch ein Spiel erwartet und so wurde zumindest er nicht enttäuscht. Durch den knappen Sieg konnten die Wolfsburgerinnen den Vorsprung auf Platz 3 auf insgesamt 9 Punkte ausbauen, da Frankfurt gegen Jena nur zu einem Unentschieden kam. So dürfte auch im nächsten Jahr wieder der internationale Wettbewerb auf die Elf von Trainer Ralf Kallermann warten. In Sachen Meisterschaft heißt es hingegen weiterhin von Spiel zu Spiel zu schauen wie das Spiel gegen Bayern zeigte und von Kallermann nach dem Spiel noch einmal bekräftigt wurde.

sh-sarah-hagensh-lena-goesslingsh-niki-crosssh-siegerinnen

 

 

 

 

 

 

 

VfL Wolfsburg: A. Vetterlein – Wensing, Henning, L. Vetterlein, Faißt – Blässe (86. Wagner), Goeßling, Keßler (9. Odebrecht), Bunte (46. Pohlers) – Popp, Müller

FC Bayern München: Längert – Schnaderbeck, Wenninger, Cross, Baunach – Feiersinger (63. Rudelic), Brooks, Romert, Bürki (79. Banecki) – Lotzen, Hagen

Tore:

1:0 Müller (38.)

1:1 Baunach (40., Foulelfmeter)

2:1 Odebrecht (42.)

Gelbe Karten: Goeßling (72.) / Schnaderbeck (65.), Bürki (67.), Cross (90.+2)

Zuschauer: 1.076

Schiedsrichterin: Inka Müller-Schmäh (Potsdam); Katia Kobelt, Katharina Kruse